Freitag, 6. Juli 2012

Medikamente und ihre Nebenwirkungen

Medikamente sind nötig, um Schmerzen zu lindern, Erkrankungen zu heilen und akute Symptome von Krankheiten zu behandeln. Doch nicht immer sind die verschriebenen Medikamente die richtige Wahl. Aktuelle Untersuchungen zeigen sogar, dass ein medikamentös bedingter Haarausfall sehr viel häufiger auftritt, als allgemein angenommen.

Medikamente, gleich welcher Art, zeigen nämlich Nebenwirkungen. Während sie hervorragend geeignet sind, um eine bestimmte Erkrankung oder einen bestimmten Schmerz zu lindern, können durch die Einnahme Nebenwirkungen auftreten, in Fachkreisen auch „unerwünschte Arzneimittelereignisse“ genannt. Diese Nebenwirkungen sind vielfältiger Natur, je nachdem, welches Medikament in welcher Menge und über welchen Zeitraum eingenommen wird.

Medikamente gegen die Nebenwirkungen


Die Schulmedizin hat dafür natürlich passende Vorsorgepläne. Patienten werden darüber informiert, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann. Deren Häufigkeit wird jedoch in der Regel heruntergespielt. Und tatsächlich kommen Nebenwirkungen auch nicht immer vor, wenn sie aber auftreten, dann sind sie sehr unangenehm.


Freilich weiß der Arzt gleich ein anderes Medikament, welches die Nebenwirkungen bekämpft. Das Problem dabei ist: Dieses kann ebenfalls Nebenwirkungen hervorrufen und so beginnt ein Teufelskreis.

In der Schulmedizin heißt es, dass keine Wirkung ohne Nebenwirkung möglich sei. Demzufolge werden Nebenwirkungen billigend in Kauf genommen. Wer diese vermeiden will, muss gänzlich auf Medikamente verzichten, was aber auch bedeutet, dass er auf die Linderung des ursprünglichen Problems verzichtet.


Sind Alternativpräparate die Lösung?


Alternativpräparate gibt es zwar, die meist etwas besser verträglich sind. Dennoch können besonders anfällige Patienten hier ebenfalls unter den Nebenwirkungen leiden. Insbesondere ältere Menschen sind häufig betroffen, da sie nicht nur an den Nebenwirkungen, sondern zusätzlich an Wechselwirkungen leiden. Diese entstehen durch die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente. Das heißt, dass deren Wirkungen sich gegenseitig aufheben, verstärken oder zu neuen, bisher unbekannten Wirkungen führen können.

Aus diesem Grunde sind ältere Menschen stark gefährdet, denn sie leiden oft unter mehreren Erkrankungen und müssen dauerhaft gegen diese behandelt werden. Aktuelle Studien haben in diesem Zusammenhang ergeben, dass die Medikamention bei mehreren, gleichzeitig vorliegenden Erkrankungen mitunter am Bedarf vorbei geht oder immer mehr Medikamente aufgrund der vielfältigen Wechsel- und Nebenwirkungen verschrieben werden.

PRISCUS-Liste


Aus diesem Anlass hat das Verbundprojekt PRISCUS eine Liste mit Medikamenten herausgebracht. In dieser wurden von unabhängigen Experten Medikamente aufgelistet, die bei älteren Menschen häufig verordnet werden, aber vielfältige Nebenwirkungen mit sich bringen. Die Nebenwirkungen sind genau aufgelistet, ebenso wie Alternativpräparate, die die Ärzte auswählen können. Wenn aus ärztlicher Sicht dennoch das nicht empfohlene Präparat ausgegeben wird, dann muss der Patient sich regelmäßigen Untersuchungen unterziehen, um schädliche Nebenwirkungen auszuschließen. Diese sind in der PRISCUS-Liste ebenfalls  zu finden und zeigen, wie stark Nebenwirkungen durch Medikamente ausfallen können. Auch Patienten können die Liste einsehen und so überprüfen, wie es um die eigene Medikamentenverordnung bestellt ist.


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