Dienstag, 11. September 2012

Das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom im Zusammenhang mit Haarausfall

Das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom ist sehr selten auch eine Ursache für den Haarausfall. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung, die multisystemisch abläuft und sich in erster Linie durch eine chronische und beidseitige Entzündung der mittleren Augenhaut charakterisieren lässt.


Wie es zum Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom kommt, ist bisher noch nicht genau geklärt. Allerdings gehen die Forscher davon aus, dass eine Autoimmunreaktion, vermittelt durch die T-Zellen, verantwortlich sein könnte. Diese richtet sich gegen die Melanozyten im Körper. Sie sind verantwortlich für die Pigmentbildung in den Zellen der Haut und sorgen so für eine „gesunde“ Hautfarbe.

Wann tritt das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom auf?


Das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom tritt in der Regel zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf, Abweichungen nach oben oder unten sind aber sehr häufig zu finden. Besonders stark betroffen sind Personen mit dunklerer Hautfarbe, da sie stärker pigmentiert sind.

Neben der Entzündung der mittleren Augenhaut bringt das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom auch weitere Symptome mit sich. Meist handelt es sich hierbei um sekundäre Erkrankungen, wie etwa

  • Trübung der Glaskörper,
  • gesteigerte Empfindlichkeit gegenüber hohen Tönen,
  • Meningitis,
  • Ausfall der Wimpern,
  • Alopecia areata oder
  • Entfärbung von Haar und Wimpern (Ergrauen).

Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Doch es wird schon jetzt deutlich, dass der Haarausfall auch in Verbindung mit dem Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom auftreten kann. Dies ist aber aktuellen Untersuchungen und Statistiken zufolge nur sehr selten der Fall.

Diagnose und Behandlung des Vogt-Koyanagi-Harada-Syndroms


Das Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom wird unter anderem in speziellen Augenkliniken festgestellt. Hierbei werden klinische Befunde zu Rate gezogen, aber auch Allgemeinbefunde fließen in die endgültige Diagnose mit ein.

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit systemischen Steroiden, in einigen Fällen auch mit Immunsupressiva. Es ist davon auszugehen, dass mit der erfolgreichen Behandlung des Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom ebenso die Alopezie abklingt. Sie kann aber zusätzlich mit entsprechenden Mitteln behandelt werden. Zudem ist zunächst festzustellen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom und dem kreisrunden Haarausfall besteht.


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