Freitag, 7. September 2012

Wie oft kommen Fehlernährung und Haarausfall vor?

Die Fehlernährung ist weitaus häufiger zu finden, als allgemein angenommen. Klare Spitzenwerte erreichen hierbei natürlich die Entwicklungsländer, da in diesen die Armut sehr groß ist. Dabei sind vor allem Mangelerscheinungen im Bereich von Jod, Eisen und Vitamin A zu beobachten. Der Eisenmangel ist dabei die häufigste Form der Fehlernährung, leiden doch weltweit etwa 1,5 bis zwei Milliarden Menschen darunter.

In den Entwicklungsländern gestalten sich die Statistiken sogar noch krasser, wie folgende Auflistung zeigt:

Prozentuale Verteilung des Eisenmangels in Entwicklungsländern nach Personengruppen:




Aber nicht nur der Eisenmangel, sondern genauso der Jodmangel macht vielen Menschen zu schaffen. Aktuellen Studien zufolge leben etwa eine Milliarde Menschen in Jodmangelgebieten. Etwa 200 Millionen von ihnen leiden aufgrund des Jodmangels unter einer Schilddrüsenvergrößerung. Betroffen sind vor allem Frauen. Etwa 26 Millionen Menschen leiden aufgrund des Jodmangels an geistigen Entwicklungsstörungen.

Der Vitamin-A-Mangel betrifft derzeit etwa 900 Millionen Menschen weltweit. Ca. 300.000 Kinder im Vorschulalter erblinden aufgrund des Vitamin-A-Mangels sogar. Diese Zahlen sind erschreckend und werden in folgender Tabelle noch einmal wiedergegeben.

Anteil der Betroffenen bei verschiedenen Mangelerscheinungen:



Fehlernährung auch in Industrieländern

Zur Fehlernährung kann es ebenfalls in Industrieländern kommen. So werden vor allem ältere Menschen in Studien immer wieder als Betroffene einer Fehlernährung ausgemacht. Ebenso sind häufig Obdachlose betroffen oder aber Personen, die unter erheblichem Zeit- und Termindruck stehen und deshalb nicht auf eine ausgewogene Ernährung achten können.

Ebenfalls leiden häufig übergewichtige Menschen an Fehlernährungen und damit einhergehenden Mangelerscheinungen. Besonders stark macht sich die Fehlernährung bei Krankenhausaufenthalten bemerkbar. Mögliche Gründe dafür sind

  • zu geringe Beachtung des Ernährungszustandes der Patienten,
  • ungewohntes, wenig schmackhaftes Essen,
  • zu wenig Zeit zum Essen,
  • Einschränkungen der Nahrungsaufnahme, etwa durch bevorstehende OPs, Chemotherapie oder Medikamentengabe.

Sehr häufig zeigen sich Fehlernährungen bei Patienten, die an Krebs leiden. Hierbei sind folgende Zahlen erschreckend. Sie zeigen, dass 30 bis 50 Prozent der Krebspatienten auch an einer Fehlernährung leiden.

 

Es kommt also sehr viel häufiger zu Fehlernährungen, als dies im Allgemeinen angenommen wird. Deshalb sollte jeder von uns sehr genau auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, denn der Haarausfall ist oftmals das geringste Symptom, welches sich bei der Fehlernährung zeigt.


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