Dienstag, 11. Dezember 2012

Die optische Inspektion zur Diagnose von kreisrundem Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall wird vom Arzt optisch inspiziert, wobei das typische Aussehen der haarlosen Bereiche näher in Augenschein genommen wird. In der Regel treten dabei im behaarten Kopfbereich Stellen auf, die von scharf begrenzt über kahl bis hin zu rund und oval reichen. Teilweise schimmert die Haut dabei wie Elfenbein. Aber nicht allein die optische Inspektion wird zur Findung der Diagnose von kreisrundem Haarausfall genutzt. Ebenfalls wird mit dem Patienten ein ausführliches Gespräch geführt. Hierbei hinterfragt der Arzt, wie der Haarausfall verlaufen ist und gleichermaßen wird nach der Anamnese (Krankengeschichte) gefragt. Damit der Arzt die Diagnose stellen kann, ist es für ihn hilfreich über bekannte Autoimmunerkrankungen, internistische Erkrankungen oder andere Krankheiten Bescheid zu wissen. Von Bedeutung sind auch die Lokalisation, Art und Dauer des Haarausfalls sowie eventuell aufgetretene Begleitsymptome, die oftmals an den Fingernägeln auftreten.

Die klinische Untersuchung


Bei der klinischen Untersuchung des Kopfes überprüft der Arzt die Haarmenge und –struktur. Des Weiteren werden die Haarfollikel näher in Augenschein genommen. Auch der Ansatz der Haare wird bei der Untersuchung betrachtet. Darüber hinaus prüft der Arzt  die Beschaffenheit der Kopfhaut und genauso, wie fest die Haare in selbiger haften. Zur Überprüfung kommt hierbei der so genannte Pull-Test, also der Zupftest, zum Einsatz.

Ebenso kann für die optische Inspektion ein so genanntes Dermatoskop verwendet werden, um die Kopfhaut untersuchen zu können. Dabei handelt es sich um ein spezielles Instrument, um die Ansicht der Kopfhaut vergrößern zu können, mit dem der Arzt neue Erkenntnisse über die Beschaffenheit der Kopfhaut erhält.

Zur Bestätigung einer Verdachtsdiagnose können auch Befunde aus dem Labor hinzugezogen werden. Mit diesen Befunden können ebenso Hinweise auf andere Ursachen für den kreisrunden Haarausfall, wie unter anderem

•    auf eine gestörte Funktion der Schilddrüse,
•    Syphilis oder
•    eine andere Autoimmunerkrankung gegeben werden.

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