Mittwoch, 20. Februar 2013

Entzündungshemmende Medikamente bei Haarausfall einsetzen

Bei der Behandlung von Haarausfall gibt es nicht den einen goldenen Weg. Es kommt stets auf die Ursachen für den Haarausfall an, die dementsprechend die richtige Behandlungsweise vorschreiben. Entzündungshemmende Medikamente beispielsweise werden immer dann verschrieben, wenn der Haarausfall entzündlich bedingt ist.

Allerdings sind entzündungshemmende Medikamente auf Kortisonbasis stets mit Vorsicht zu genießen. Über einen langen Zeitraum können sie keinesfalls eingenommen werden. Zudem muss zwischen zwei Formen der Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten unterschieden werden:

  1. Innerliche Kortisonanwendung – Kortison wird in Tablettenform verabreicht
  2. Äußerliche Kortisonanwendung – Kortison wird auf die betroffenen, haarlosen Stellen aufgetragen oder auch in diese gespritzt

Die erste Variante ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden, wirkt aber vergleichsweise zügig. Die äußerliche Anwendung von Kortison ist weniger problematisch, dafür zeigen sich erste Wirkungen jedoch auch erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Mögliche Nebenwirkungen kortisonhaltiger Entzündungshemmer


Kortison gilt als einer der Stoffe, die zahlreiche Nebenwirkungen mit sich bringen. Allerdings ist es recht gut erforscht, so dass Ärzte das richtige Präparat im Einzelfall auswählen können. Dennoch sollten sich Patienten, die sich mit dem Gedanken an eine Kortison-Therapie tragen, die wichtigsten Nebenwirkungen der Medikamente kennen:

  • Starker Haarwuchs (vorwiegend im Gesicht, auf der Brust oder am Rücken)
  • Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel
  • Muskelschwäche
  • Knochenschwund
  • Wachstumsstörungen
  • Blutdruckanstieg
  • Gewichtszunahme
  • Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Osteoporose (eher selten und Kortison ist nicht der alleinige Auslöser)
  • Infektionsanfälligkeit steigt

Natürlich ließe sich die Liste noch erweitern, das würde aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Vor- und Nachteile der Behandlung mit Entzündungshemmern


Wird die Behandlung des Haarausfalls mit Entzündungshemmern auf Kortisonbasis durchgeführt, gibt es dabei verschiedene Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist die vergleichsweise schnelle Wirkung, sofern das Kortison innerlich angewendet wird. Als Nachteil ergibt sich allerdings die kurzfristige Wirkung.

Auch in niedriger Dosierung kann Kortison nicht dauerhaft angewendet werden. Sofern das Medikament jedoch abgesetzt wird, kann es erneut zum Haarausfall kommen, wenn sich die Entzündungen erneut ausbilden. Eine dauerhafte Therapie ist deshalb mit Entzündungshemmern alleine oft nicht möglich, sofern die Ursache der Entzündung selbst nicht ebenfalls in den Griff bekommen wird.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Informationen dieser Art sollen nicht die Anweisungen eines Arztes oder eines anderen Angehörigen der Heilberufe ersetzen.

Die auf den Webseiten enthaltenen Informationen dürfen nicht zur Diagnose oder Therapie eines gesundheitlichen oder medizinischen Problems oder einer Krankheit verwendet werden. In solchen Fällen müssen Sie stets einen Arzt konsultieren bzw. medizinischen Rat einholen.

Da die Informationen im Laufe der Zeit veraltet sein können, ist es unbedingt erforderlich, dass stets der Rat eines Arztes eingeholt wird, um zu einer angemessenen klinischen Beurteilung Ihres spezifischen Zustandes bzw. des spezifischen Zustandes des einzelnen Patienten zu gelangen.