Montag, 29. Juli 2013

Welche Formen der Haartransplantation machen Sinn?

Wer unter Haarausfall leidet, denkt natürlich über Möglichkeiten nach, wie dieser beseitigt werden kann. Dabei haben sich Haartransplantationen im Laufe der Jahre zu einer beliebten Behandlungsmethode entwickelt. Im Gegensatz zu Perücken wirken sie natürlicher und können zeitgleich dauerhaft getragen werden. Eine spezielle Aufbewahrung oder Pflege ist somit nicht erforderlich. Mittlerweile kennt man vier gängige Methoden zur Haartransplantation:
  1. Punch
  2. MMG
  3. FUI/FUT
  4. FUE

Die Punch Methode


Bei dieser Variante der Haartransplantation, die auch als Stanztechnik bekannt ist, handelt es sich um die älteste Form der Transplantation von Haar. Entdeckt wurde die Methode von Dr. Okuda. Bei dieser Methode werden Hautteile, die mit vier Millimetern Zylinder behaart sind, verpflanzt.

Die MMG Methode


Die MMG Methode ist in Deutschland am häufigsten anzutreffen. Der Name stammt von der Bezeichnung Mini- und Micrografts. Aus dem noch vorhandenen Haarkranz wird für diese Methode ein Hautstreifen entnommen, der ebenfalls behaart ist. Dieser wird in mittlere und kleine Hautteile zerlegt, die jeweils mit Haarwurzeln ausgestattet sind. Diese einzelnen Haare bzw. Haarinseln erhalten dann den Namen Mini- oder Micrografts. Betroffene Areale auf dem Kopf werden vorbereitet, die Grafts werden in diese eingesetzt. In der Regel reicht die örtliche Betäubung für die MMG Methode aus. Die Behandlung selbst kann dabei, je nach Größe des zu behandelnden Areals, zwischen drei und neun Stunden benötigen. Allerdings entfällt der größte Teil dieser Zeit auf die Vorbereitung der Grafts.

Die FUI/FUT Methode


Die FUI/FUT Methode ist eine Weiterentwicklung der MMG Methode. Auch hier wird der behaarte Hautstreifen aus dem Haarkranz entnommen. Die Zerteilung des Streifens erfolgt allerdings unter einem hoch auflösenden Mikroskop, so dass die Gliederung in die natürlichen Bündelungen des Haares stattfindet. Diese werden ebenso als Follikulare Einheiten bezeichnet. Daher hat die Methode auch ihren Namen: Die Follicular Unit Transplantation (FUT). Die so entstandenen Einheiten werden anschließend in die bereits vorbereiteten Areale auf dem Kopf eingesetzt.

Die FUE Methode



Das Kürzel FUE steht für Follicular Unit Extraction. Hierbei werden die follikularen Einheiten nicht nur entnommen, sondern auch zwischen gelagert und anschließend implantiert. Jede Einheit beinhaltet dabei ein bis vier Haare. Die FUE Methode gilt heute als die modernste unter den Haartransplantationsmethoden.

Die Entnahme der Einheiten erfolgt dabei mit einer Hohlnadel. In einer Nährlösung findet die Zwischenlagerung statt. Größter Vorteil bei dieser Methode: Es können auch Körperhaare transplantiert werden, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass deren Farbe und Struktur abweichend vom Kopfhaar ist. Zudem ist der Zeitaufwand bei dieser Methode recht hoch.

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