Freitag, 5. Oktober 2012

Mögliche Behandlungsformen der Fehlernährung

Kommt es zu einer Fehlernährung ist grundsätzlich deren Ursache zu bekämpfen, die demzufolge auch klar sein muss. Dabei ist es das oberste Ziel, die Fehlernährung dadurch zu behandeln, dass ein ausgewogener Speiseplan erarbeitet wird. Hierbei sollten die Wünsche der Betroffenen berücksichtigt werden. So sollten Speisen, die ihnen besonders gut schmecken, nach Möglichkeit auch im Speiseplan Berücksichtigung finden. Lebensmittel, die überhaupt nicht dem Geschmack der Patienten entsprechen, sollten nach Möglichkeit vom Speiseplan gestrichen werden.
Bei Schluckbeschwerden können zwar pürierte Nahrungsmittel in den Speiseplan aufgenommen werden, jedoch sind diese meist nicht sehr appetitlich anzusehen. Deshalb sollte gemeinsam mit dem Arzt nach Alternativen hierfür gesucht werden, etwa Nahrungsmittel, die von Haus aus eine weichere Konsistenz mit sich bringen. Ferner ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu berücksichtigen, sie sollte etwa bei 1,5 bis zwei Litern täglich liegen.


Lust am Essen steigern


Damit die Fehlernährung bekämpft werden kann, ist es zudem wichtig, den Patienten das Essen wieder schmackhaft zu machen. Gerade ältere Personen verweigern aus Einsamkeit die Nahrungsaufnahme. Ihnen kann beispielsweise durch einen gemeinsamen Mittagstisch in sozialen Einrichtungen die Lust am Essen wieder gegeben werden.

Andere Patienten können oder wollen nicht mehr selbst kochen. In diesem Fall ist das bekannte Essen auf Rädern eine gute Wahl, mit der die Betroffenen eine gesunde, ausgewogene und fertig zubereitete Mahlzeit quasi frei Haus geliefert bekommen.

Medikamentöse Behandlungsansätze


In seltenen Fällen kann aufgrund der individuellen Gegebenheiten der Patienten eine ausgewogene Ernährung nicht alleine durch die Nahrungsumstellung erreicht werden. Dann ist die zusätzliche Gabe von Medikamenten sinnvoll, um die Mangelerscheinung zu bekämpfen. Diese medikamentöse Behandlung sollte zwingend unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden, da zum Beispiel Eisen- und Zinkpräparate Wechselwirkungen aufweisen können.

Bekannte Präparate, die insbesondere zum Wiederaufbau des Haars bei ernährungsbedingtem Haarausfall eingesetzt werden, enthalten unter anderem Gelatine, die dafür sorgen soll, dass das Haarwachstum sich wieder normalisiert. Andere Präparate enthalten schwefelhaltige Aminosäuren, wie etwa Cystin. Natürlicherweise kommen sie in Weintrauben und Pilzen vor. Zudem werden verschiedene weitere Mixe aus Hirsefrüchten und anderen Bestandteilen beigemischt. Auch Aminosäuren, kombiniert mit Vitaminen des B-Komplexes sind hierbei denkbar.

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